28. Juli 2019 –  28. September 2019
- Hansastraße, 47799 Krefeld 47798 NRW Deutschland

Down Town Gallery

Baukultur mit Tiefgang

Seit dem 27. Juli sind die Krefelder*innen und Besucher*innen erneut eingeladen, einen Ort der Stadt neu zu entdecken und in Besitz zu nehmen. Nach der Wood Art Gallery und der Rhine Side Gallery ist nunmehr die Down Town Gallery, im Bunker an der Hansastraße,  dieser Ort.

Als Projekte im Krefelder Perspektivwechsel haben alle Galleries einen ganz besonderen Stadtbezug. Das dritte Perspektivwechseljahr 2019 steht unter der Überschrift „Baukultur“. Wie wir in unser Stadt zusammenleben, wie wir das Miteinander gestalten, wie wir integrieren, tolerieren und respektieren, das hängt von ganz konkreten Räumen und Orten ab.

Sind Wände und Mauern trennende Barrieren oder sind Türen, Fenster und Entrees die viel stärkeren und lebendigen Verbindungen nach außen? Geht es um Schutz, um Zuflucht, Geborgenheit und Sicherheit oder um Abgrenzung, Ausgrenzung und ein sich überhebendes Gefühl des „unter sich seins“? In diesem Zusammenhang stellt die Down Town Gallery Fragen an die Baukultur, an die Kultur des Erinnerns und an die Stadtgesellschaft insgesamt. Unter der
künstlerischen Leitung von Frederike alias Fredda Wouters möchte sie zu einem Diskurs motivieren, der Krefeld insgesamt als einen vielfältigen, bunten und facettenreichen Ort versteht.

Fredda Wouters, künstlerische Leiterin der Gallery: "Die Downtown Gallery befindet sich zwar mitten im Stadtzentrum, aber durch die Abgeschlossenheit und teils unterirdische Tiefe des Bunkers ist eine gewisse Distanz zur Alltagswelt hergestellt, die nötig ist, damit sich Besucher auf die Erzählung, Poesie und Atmosphäre des Ortes völlig einlassen können. Geschaffen wurde ein Kunstraum, in dem sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft vereinen und in dem ein breites Publikum zur geistigen Auseinandersetzung mit Gegenwartsfragen angeregt wird. Ziel ist es den Besucher für Bildsprache zu sensibilisieren, Wissen zu vermitteln und auch den Mut zur eigenen Wahrnehmung und Meinung sowie den Glauben an das Wir und die Welt zu fördern. Das Bildgefüge und Raumerlebnis, soll das Publikum berühren, Erfahrungen vermitteln und die Besucher eintauchen und sich involvieren lassen. Dialog und Interaktion stehen im Mittelpunkt der Ausstellung und sollen für Denk- und Gesprächsanstöße sorgen.

Mit diesem Projekt gewinnt die Kunst wieder einmal mehr Einzug in das soziale Leben von Städten und Gemeinden, überwindet die Reichweite des Museums und der klassischen Kunstwelt und wird damit auch ein Stück demokratischer."


FÜHRUNGSTERMINE: 

Bitte melden Sie sich telefonisch unter 3660-1515 oder per Email an stadtmarketing@krefeld.de zu den Führungen an! Teilnehmerzahl begrenzt, Anmeldung erforderlich!

Donnerstag, 08.08.; 15.08.; 22.08.; 29.08. jeweils um 15 Uhr - geführt vom Stadtmarketing

Freitag, 16.08. - Führung zur Gallery, 15:00 und 16:30 geführt vom Stadtmarketing

Samstag, 17.08. - Führung zur Gallery, 15:00 und 16:30 geführt vom Stadtmarketing

Freitag, 23.08. - Führung zur Gallery, 15:00 und 16:30 geführt von Clemens Brück, betont.es

Samstag, 24.08. - Führung zur Gallery, 15:00 und 16:30 geführt von Jaroslaw Masztalerz und Alex Weigandt, Tubuku

Freitag, 30.08. - Führung zur Gallery, 15:00 und 16:30 geführt von Clemens Brück, betont.es

Samstag, 31.08. - Führung zur Gallery, 15:00 und 16:30 geführt von Jaroslaw Masztalerz und Alex Weigandt, Tubuku

Bitte melden Sie sich telefonisch unter 3660-1515 oder per Email an stadtmarketing@krefeld.de zu den Führungen an! Teilnehmerzahl begrenzt, Anmeldung erforderlich!

ÖFFNUNGSZEITEN IM AUGUST:

Donnerstags von 11 bis 18 Uhr / Freitags bis Sonntags von 14 bis 18 Uhr.

ÖFFNUNGSZEITEN IM SEPTEMBER:

Fr., 06.09., Sa., 07.09., 16:00 – 20:00 Uhr, So., 08.09., 12:00 – 14:00 Uhr

Fr., 13.9.19, Sa., 14.09., 15:00 – 19:00 Uhr*

Fr., 20.09.19, Sa., 21.09., 15:00 – 19:00 Uhr*

*Anschließend Bunkerkino mit Anmeldung 

Fr., 27.09., Sa., 28.09., 15:00 – 19:00 Uhr

LICHT- UND KLANGINSTALLATION

Fr., und Sa., 06.09. und 07.09. 16:00 - 20:00 Uhr - Ausstellungsprojekt mit Video-, Licht- und Klanginstallation

Live Performances in jeweils 4 x 30-minütigen Aktionen, Start zur vollen Stunde

So. 8.9., 12:00 Uhr Künstlergespräch mit Manuel Schroeder

12:00 - 14:00 Uhr Ausstellungsprojekt mit Video-, Licht- und Klanginstallation

Das "Linien-Manifest" ist ein Ausstellungs- und Performanceprojekt von Manuel Schroeder im Rahmen von "Concrete Delusion - Das kulturelle Erbe".

BUNKERKINO – STÄDTE SIND LEBENDIGE LEINWÄNDE

Fr., 13.09., 19:00 Uhr

Sa., 14.09., 19:00 Uhr

Fr., 20.09., 19:00 Uhr

Sa., 21.09., 19:00 Uhr

Streetart ist ein Phänomen unserer Zeit und fordert zu genauerem Hinsehen auf. Als Gegen-bewegung zum kommerziell dominierten Stadtbild, versucht diese Kunstform eine direkte Verbindung zum Betrachter, dem Passanten, zu schlagen. Sie gibt ihm die Möglichkeit, den eigenen Lebensraum mit gelenkten Augen neu zu entdecken.
Die Rückeroberung der Straße ist, neben dem künstlerischen Ausdruckswillen, ein starkes Motiv vieler Streetartists. Damit ist Streetart unweigerlich auch eine politische Kunstform, da sie sich in der Regel nur illegal verwirklichen lässt und eine Spannung zwischen Werk, Umgebung und betrachtender Gesellschaft herstellt.
Dass Konsum- und Gesellschaftskritik nicht immer in ernsten Tönen vorgebracht werden müssen, beweisen viele Streetart-Werke in den Städten der Welt. Und auch, dass Kunst nicht nur ins Museum gehört. Noch nie war der kreative Output dieser neuen Kunstrichtung so sichtbar wie heute und ihre einst nur Insidern geläufigen Protagonisten wie der Brite Banksy sind heute weltweit bekannte Stars. Manche der Werke sind so begehrt, dass Leute sie sogar von Hauswänden heruntermeißeln und in ihre Kunstsammlung aufnehmen.
In den Filmen, Dokus und kurzen Videos werden Einblicke in die Arbeit von Streetart-Ikonen, Graffiti-Sprayern, Aktionskünstlern und deren Wirkungsraum gegeben.
Welche Filme gezeigt werden wird Ende August bekannt gegeben.

Teilnehmerzahl begrenzt, Anmeldung erforderlich unter stadtmarketing@krefeld.de

KÜNSTLERDIALOG:

Thema: „Ein Schutzraum für die Menschlichkeit“

Edgar Müller aus Bad Ems: „Ich frage mich wie können wir die Menschheit noch retten, wenn heutzutage die Würde des Menschen so wenig wert scheint? Ich bin total Hoffnungslos.“

Gregor Wosik aus Mönchengladbach: „Das stimmt, täglich werden weltweit Menschen im Stich gelassen, die Hilfe benötigen. Wir müssen die Mauern und Grenzen verschwinden lassen, die die Menschen voneinander trennen.“

Fabio Fedele aus Rovigo, Italien: “ Jeder von uns kann und muss selbst entscheiden, ob er sich positiven oder negativen Gedanken und Botschaften hingibt.“

Ruben Poncia aus Utrecht, Niederlande: „Manches, was zunächst positiv und anziehend wirkt, wie z.B. der Nationalismus und Populismus,kann im nächsten Schritt zur Gefahr werden. Man muss sich deshalb auch die Konsequenzen des eigenen Denkens und Handelns bewusst machen.“

Victor Splash aus St. Petersburg, Russland: „Ich weiß, dass es möglich ist, starre Strukturen zu verändern und aufzubrechen.“

betont.es aus Krefeld: „Man kann Einflüsse sowohl ein- als auch ausklammern und dadurch einen
Schutzraum schaffen.“

Adry del Rocío aus Guadalajara, Mexiko: „Und Schutz benötigen vor allem die Kinder, die keine Wahl haben, in welcher Umgebung sie aufwachsen.“

Alex Maksiov aus Kiev, Ukraine: „Ich glaube der einzige Ort, an dem die Menschlichkeit Schutz findet ist der Kopf.“

Alex Tubuku aus Krefeld:“ Auch die Ideen finden hier Schutz.“

Marya Kudasheva aus St. Petersburg, Russland: „Das stimmt und ich habe das Gefühl ich muss mir einen Bunker in den Kopf bauen, damit ich meine von der Informationsflut überschwemmten Ideen und Gedanken schützen kann, um originell zu sein und mich auf relevantes fokussieren zu können.

iVann Garc aus Guanajuato, Mexiko: „Für mich persönlich stellt sich in diesem Bunker vor allem die Frage, warum gibt es Kriege und Kampfsoldaten. Warum gibt es Konflikte zwischen Ländern und Menschengruppen, worunter vor allem die Minderheiten der Gesellschaft leiden?“

Floya Jam aus Toulon, Frankreich: Es wäre tatsächlich schön, wenn alle Menschen sich auf ein friedliches Universum einlassen würden und die Menschen, die friedliche Momente erleben auch dankbar dafür sind, dass es ihnen gut geht.

Danila Shmelev aus Moskau, Russland: „Leider ist es aber so, dass zahlreiche Kinder und Menschen täglich physische und psychische Gewalt erleben.“

BeNer1 aus Garbsen bei Hannover: „Leider ist es auch so, dass zahlreiche Kinder in Armut leben und kaum Perspektiven haben.“

Carlos Alberto aus Guadalajara, Mexiko: „Ich wünsche mir eine Welt, in der wir lernen in Harmonie mit den Menschen und auch mit der Natur zu koexistieren und beides schützen, denn unser Planet ist der wichtigste Schutzraum der Menschheit.“

Case Maclaim aus Frankfurt a M.: „Ich habe das Gefühl, dass weltweit wieder alles so sehr unter Druck steht, dass wir nur noch auf den Knall warten.“ 

Kerim Musanovic aus Sarajevo, Bosnien Herzegovina: „Vieles ist bereits zerstört, aber es gibt einige wenige die die Hoffnung noch nicht aufgegeben haben und für eine bessere Zukunft kämpfen und ihre Ideen, Visionen und Möglichkeitsräume aufzeigen.“

Jarek Tubuku aus Krefeld: „„Es gibt noch Menschen, die ihre Sorgen, Wünsche, und Träume klar und deutlich formulieren und verbreiten.“

Oldhaus aus Neuss: „Es gibt auch noch Menschen, die vorurteilslos und offen den Kontakt
zueinander und den Dialog miteinander suchen.“

Hoker One aus Mönchengladbach: "Vielleicht schaffen es die Menschen ja, ihre Verbindung zueinander und zur Natur zurückzufinden und einen anderen Weg einzuschlagen."

Fredda Wouters aus Kevelaer: „Ich glaube, nur wenn die Menschen diese Verbindung wiederfinden,
dann ist Veränderung möglich und es gibt auch wieder Hoffnung!“

Der Eingang zum Bunker befindet sich auf der Hansastraße - zwischen Einfahrt Parkhaus und Eingang CinemaxX Kino.

Projektdetails

Kontakt
Stadtmarketing Krefeld stadtmarketing@krefeld.de

Soziale Medien

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